VÖRSTETTEN. Bei strahlendem Sonnenschein öffneten die Vörstetter Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes und die Freiwillige Feuerwehr Vörstetten ihre Türen und Tore für alle Interessierten. Viele Bürger folgten der Einladung dieser beiden Vereine. Die beiden Verantwortlichen, Kommandant Benjamin Sacharek und der stellvertretende Vorsitzende des DRK, Andrej Hog, zeigten sich damit „sehr zufrieden“.

Seit dem Einzug in die gemeinsamen Räume 2008 findet das Fest im Wechsel mit dem Gumbiswinkelfest statt. „Die Zusammenarbeit läuft bei uns in Vörstetten sehr gut. In einem kleinen Festkomitee wurden die Feinheiten geplant, und wir haben uns immer wieder abgestimmt“, so Kommandant Sacharek. Gerade der Auf- und der Abbau funktioniere mit den beiden Mannschaften sehr gut. Alle seien sehr engagiert. DRK und Feuerwehr sei es ein Anliegen, dass das gute Miteinander bereits zwischen den Jugendabteilungen funktioniert, sagte Anrej Hog. Das durften die beiden Abteilungen auch beim Fest unter Beweis stellen. Nachmittags zeigten sie eine Schauübung, Benjamin Sacharek und Anrej Hog kommentierten das Geschehen anschaulich.

Das ganze Jahr über übt die Jugendfeuerwehr mit ihrem Jugendwart Nico Capobianco und den anderen Betreuern Standardsituationen, wie sie die Schauübung darstellte. „Szenario ist ein Auto, das in das Gebäude der Firma Binninger gerast ist. Nach dem eingegangenen Notruf und dem Empfang des Alarmsignals treffen Einsatzwagen von Feuerwehr und DRK am Unfallort ein“, erklärten die Kommentatoren. „Wir wollten dieses Jahr die Jugendarbeit in den Vordergrund rücken“, erläuterte Kommandant Sacharek.

Wie für viele Vereine und Institutionen auch, seien Nachwuchsgewinnung und Ausbildung wichtige Themen für die Retter. Der größte Teil der neuen Mitglieder in der Feuerwehr stamme aus den eigenen Reihen. „Wir benötigen die Jugendarbeit, um unsere Zukunft zu sichern – und damit auch, um die Sicherheit im Dorf zu gewährleisten.“ Bei den 14-tägig stattfindenden Probeabenden bereiten sich die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen elf und 16 Jahren auf den Dienst in der aktiven Abteilung vor. Dies geschehe auch auf spielerische Art und Weise.

Ab neun Jahren kann man bereits im Jugendrotkreuz aktiv werden, so wie Kerstin Redmann. Seit dem vergangenen Herbst ist sie Gruppenleiterin und bereitet, unter der Leitung von Katharina Link, Gruppenstunden vor, in denen die Kinder und Jugendlichen in Erster Hilfe ausgebildet werden. Aber auch die Gerätekunde und das Wundenschminken gehört zu den Ausbildungsinhalten. Letzteres wurde auch bei der Kinderbetreuung im Rahmen des Tags der offenen Tür angeboten. Der neunjährige Lars etwa schminkte im Rettungszentrum anderen Kindern Schnitt-, Platz- und Risswunden.

Wunden aus Wachs und Filmblut
So war zum Glück nicht jede blutende Wunde am Kinderarm ein Fall für den Sanitätsdienst. Wie die anderen Kinder vom Jugendrotkreuz lernte Lars die Wunddarstellung in einer Gruppenstunde. „Erst wird Wachs und Vaseline auf dem Arm verteilt. Mit einem Schwamm geh ich dann in den Puder und tupfe den Arm ab, dass es echt aussieht“, erklärte er, während er mit einem kleinen Spatel eine Wunde modellierte. „Dann wird dunkelrote Blutpaste in den Schnitt gemacht. Das sieht schon ziemlich echt aus. Und zum Schluss kommt noch Filmblut drauf.“

Die Jugendfeuerwehr probt in den geraden Kalenderwochen dienstags von 18.30 Uhr an am Rettungszentrum in Vörstetten. Interessierte zwischen elf und 16 Jahren, die die Feuerwehr kennenlernen und sich im öffentlichen Leben engagieren möchten, sind dazu eingeladen.

Das Jugendrotkreuz kommt 14-tägig mittwochs zusammen, immer von 18 bis 19 Uhr, und richtet sich an Kinder und Jugendliche ab neun Jahren.

 

Quelle: Badische Zeitung vom 12.06.2018

 

Kontakt

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Breisacher Straße 8
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