Vörstetter DRK unterstützt Baumpflanzaktion in Vörstetten

VÖRSTETTEN. Ganz behutsam stampften Luca und Lauren die Erde um den jungen Baum fest, während der Opa den zarten Setzling festhält. So eingespielt wie das Trio waren auch die anderen rund 50 Bürgerinnen und Bürger aus Vörstetten, die am Samstag beim Pflanztag mitmachten. Gemeinsam pflanzten sie 1000 Setzlinge in den Waldboden.

 

 

"Unser Wald hat sich stark verändert, viele Bäume mussten in den letzten Jahren gefällt werden", erklärte Bürgermeister Lars Brügner. Vor allem die Eschen waren von der Fäll-Aktion betroffen, denn diese waren von einem heimtückischen Pilz befallen. Bei der Krankheit sterben die Baumkronen ab, dann verfaulen die Wurzeln. Die Krankheit an den Eschentrieben breitete sich in ganz Europa aus. "Unser 150 Hektar große Gemeindewald ist von der Krankheit besonders betroffen, denn rund 50 Prozent der Bäume sind Eschen."

 

 

Die meisten Eschenbäume im Vörstetter Wald wurden vor etwa 60 Jahren gepflanzt und sind somit heute alles große Bäume. "Die Esche war früher der Brotbaum schlechthin – das gute Holz brachte viel ein", erläuterte Revierleiter Klaus Scherer. Jetzt allerdings reicht etwas Wind, um die befallenen Eschen einfach umzuwerfen. "Wir waren gezwungen die Bäume zu fällen, ansonsten hätten wir den Wald sperren müssen", sagte Brügner. Auch die restlichen Eschenbestände im Wald werden in den kommenden Jahren beseitigt.

HrBruegnerdabei

Damit keine kahle Fläche zurückbleibt, kamen am Samstag viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, bepackt mit Spaten und Arbeitshandschuhen. Sie pflanzten 700 Eichen, 170 Erlen, 20 Elsbeeren, 25 Esskastanien und 75 Wildobstbäume. "Wir freuen uns über das rege Engagement und Interesse der Bürger ", sagte Brügner. Besonders freute er sich über die vielen Kinder. "Der Pflanztag ist eine wichtige Aktion, nicht für mich, aber für meine Enkel, die dann den Wald wieder in seiner ganzen Pracht erleben werden", sagte Bernhard Pawelke, der einen Baum nach dem anderen mit seinen Enkeln einsetzte. Auch Bürgermeister Brügner packte mit an: "Unser aller Einsatz lohnt sich, bewirkt er doch, dass der Gemeindewald auch in Zukunft ein Erholungsgebiet bleibt." In der Pause gab es bunte Ostereier und Schaumküsse, gestiftet von den Mitarbeitern des Reviers und am Ende des Pflanztags spendierte die Gemeinde eine Grillwurst.

Bevor gepflanzt wurde, erhielten die Akteure noch genaue Anweisungen vom Revierleiter Scherer, wie tief und in welchem Abstand die Jungbäume eingelocht werden mussten. Die Forstwirte Nils Bönig, Wernherr Grünling und Martin Reichenbach halfen mit und bohrten mit einem Erdbohrer die Pflanzlöcher. Im gesamten Gemeindewald wurden in diesem Jahr bereits 20.000 Jungbäume gepflanzt. Damit sich die Jungbäume auch gut entwickeln können, wurden sie mit einer Plastik-Wuchshülle geschützt.

Die Ersatzbepflanzung für die absterbenden Eschen ist finanziell wie arbeitstechnisch aufwändig. Die Kosten dafür werden laut Brügner zum Teil über einen Landeszuschuss gedeckt. Die Jungbäume kosten 1,20 Euro bis 1,40 Euro. Dazu kommt eine Schutzhülle aus Plastik für 1,10 Euro. Das Pflanzen war am Samstag ehrenamtlich. Ansonsten übernehmen diese Arbeiten Firmen und dann hängen die Kosten vom Angebot ab. Weil 60 Prozent der Jungpflanzen Eichen sind, werden diese pro Baum mit einem Euro vom Land bezuschusst.

Das Vörstetter DRK beteiligte sich mit 9 Helfern aktiv bei der Baumpflanzaktion. Während des Abschlussgrillens mussten zwei Helfer zu einem Helfer-vor-Ort-Einsatz nach Reute ausrücken.

 

Quelle: Badische Zeitung

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