DRK-Ortsverein zieht Jahresbilanz und blickt besorgt in die Zukunft

Auf ein erfolgreiches Jahr blickte der DRK-Ortsverein Vörstetten bei seiner Jahreshauptversammlung zurück. Gleichzeitig wird der Blick in die Zukunft jedoch von diversen Sorgen geprägt. So beeinflusst der gesellschaftliche Wandel schon jetzt einige Bereiche der ehrenamtlichen DRK-Arbeit.

DRK-Vorsitzender Lars Brügner konnte zur Jahreshauptversammlung einen Großteil des Vörstetter Gemeinderats, Ehrengäste und etliche Mitglieder des DRK-Ortsvereins begrüßen. In seinem Jahresbericht zog Brügner eine erste positive Zwischenbilanz der in den letzten beiden Jahren eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen. „Wir müssen weiterhin einen Spagat schaffen: In vielen Bereichen steigen die Anforderungen an unsere Ehrenamtlichen, gleichzeitig gibt es jedoch immer weniger Menschen, die sich im DRK-Ortsverein unentgeltlich engagieren wollen oder können.“ Durch Konzentration auf einige Kernaufgaben des DRK konnte man diesen Spagat im vergangenen Jahr schaffen. So lagen die Schwerpunkte auf dem Angebot von Erste-Hilfe-Kursen, die Durchführung von Blutspendeaktionen, Jugendarbeit, Nachbarschaftshilfe und natürlich die Einsatzdienste der Bereitschaft vor Ort und im Bevölkerungsschutz des Landkreises. Gleichzeitig widmet man sich verstärkt der Gewinnung von neuen Mitgliedern, oder Menschen, die als ungebundene Helfer projektbezogen und zeitlich begrenzt mitarbeiten.

 

Finanziell konnte das Jahr 2016 mit einem kleinen Überschuss abgeschlossen werden. Schatzmeisterin Stefanie Seckinger wurde hierzu für ihre einwandfreie Kassenführung von Kassenprüfer Bernd Binninger gelobt.

Brügner dankte hierbei besonders der Gemeinde. So erhält der Ortsverein seit 2015 einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 1500 €, jedoch müssen die Mitglieder weiterhin reichlich Zusatzeinsatz, z.B. Bewirtungen bei Festen, bringen, um ihre vielfältigen Aufgaben finanzieren zu können. So ist beispielsweise der landeseigene Gerätewagen-Sanität des Bevölkerungsschutzes Baden-Württemberg beim DRK Vörstetten stationiert, jedoch sind die gewährten Zuschüsse für den Unterhalt des Fahrzeuges nicht auskömmlich, so dass das DRK Jahr für Jahr Eigenmittel zuschießen muss. „Die Landespolitik sollte dringend überdenken, ob dies Ehrenamtlichen, die in Hilfsorganisationen staatliche Aufgaben übernehmen, zumutbar ist“, fordert Brügner.

Die vor einem Jahr neu gewählten Leitungen von Jugendrotkreuz und Bereitschaft wussten in ihren ersten Jahresberichten von erfreulichen Entwicklungen zu berichten.

So hat sich die Mitgliederzahl in der Jugendrotkreuzgruppe stabilisiert und mit Unterstützung vieler Bereitschaftsmitglieder können 14-tägig vielseitige Gruppenstunden durchgeführt werden. Höhepunkt war dabei der Ausflug zum Rettungshubschrauber nach Freiburg und eine Funkrallye in Vörstetten. Darüber hinaus beteiligten sich die Jugendrotkreuzler bei diversen Aktivitäten des Ortsvereins, wie z.B. Weihnachtsbasar, Tag der offenen Tür oder bei Übungen. Sorgen bereitet Jugendleiterin Katharina Link weiterhin das Fehlen von weiteren Gruppenleitern, wodurch sie derzeit alleine die organisatorische Verantwortung für die Jugendarbeit zu tragen hat. Händeringend sucht das DRK daher weiterhin nach Teenagern oder jungen Erwachsenen, die in der Nachwuchsarbeit mitarbeiten würden.

Bereitschaftsleiter Sebastian Lang freute sich besonders über den Eintritt von zwei neuen Mitgliedern und die bestandene Gruppenführerprüfung von Adrian Geigenbauer. Weiterhin verfügt das Vörstetter DRK über einen beeindruckend hohen Ausbildungsstand, was sich wiederum auch in den stetig steigenden Einsatzzahlen ausdrückt. So wurde die Einsatzgruppe Bereitschaft im vergangenen Jahr zu fünf, die Schnelleinsatzgruppe-Erstversorgung zu zwei und die Helfer-vor-Ort-Gruppe zu 22 Einsätzen alarmiert. Hinzu kamen 18 Einsätze im Sanitätswachdienst bei Veranstaltungen, wobei der fünftägige Einsatz beim „Sea-You-Festival“ herausragte. Lang summierte insgesamt rund 1750 Einsatzstunden und zusätzlich über 600 Aus- und Fortbildungsstunden. Den derzeit 22 Einsatzkräften der Bereitschaft sprach er für diese Leistung seinen besonderen Dank aus.

DRK-Kreisvorsitzender Hanno Hurth hob in seinem Grußwort die hohe Leistungsfähigkeit des Vörstetter DRK hervor, wobei er insbsondere die erfolgreiche Jugendarbeit und die Helfer-vor-Ort-Gruppe lobte. Er bestätigte, dass der Erhalt dieser Leistungsfähigkeit eine große Herausforderung für die Zukunft darstellt.

Hurth nahm anschließend gemeinsam mit Lars Brügner die Ehrung von langjährigen Mitgliedern vor. Jens Henry und Sebastian Lang (für 5 Jahre), Michael Beck (für 10 Jahre) sowie Stefanie Hettich und Stefanie Seckinger (für 20 Jahre) nahmen die Auszeichnungsspange und ein Präsent entgegen, verbunden mit dem Dank für ihr vorbildliches Engagement.

Bürgermeister-Stellvertreter Thomas Schonhardt überbrachte die Grüße und den Dank der Gemeinde Vörstetten.

 

Info:

Das DRK-Vörstetten sucht Verstärkung für verschiedene Bereiche der aktiven Arbeit. Eine Fördermitgliedschaft unterstützt die Ehrenamtlichen sehr.

Informationen unter www.drk-voerstetten.de

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Vörstetten

Breisacher Straße 8
79279 Vörstetten

Tel. (07666) 940012

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