Seit März 2020 waren die Mitglieder des DRK-Ortsvereins rund 6500 Stunden im Einsatz. Mehr als in den Jahren zuvor. Künftig steht ihnen der neue 180 PS starke Allrounder zur Verfügung.

Ein neues Einsatzgruppenfahrzeug ersetzt das seit 2006 eingesetzte Fahrzeug des Roten Kreuzes (DRK) in Vörstetten. "Wir liegen bei Kosten von an die 80 000 Euro", sagte Marc Winsheimer während der Präsentation des neuen Autos. Das DRK-Mitglied war in der Arbeitsgruppe, die sich um den Kauf des Fahrzeugs kümmerte. Das alte Auto nutzt nun der DRK Gutach-Bleibach, der rund 13000 Euro nach Vörstetten überwies.

Zum Einsatz kommen soll das neue Fahrzeug, das mit 180 PS motorisiert ist, vor allem bei Anforderungen der Helfer vor Ort. "Die rücken aus, wenn es einen Hilferuf aus der Gemeinde oder aus Nachbargemeinden gibt, um möglichst vor Rettungsdienst und Notarzt bei dem Hilfesuchenden zu sein", erklärt Winsheimer. Das könnten schon dutzende Einsätze im Laufe eines Jahres sein. "Wenn zwei Helfer am Fahrzeug sind, wird losgefahren". Zum Einsatz kommen werde das Fahrzeug auch immer, wenn das DRK zu Rettungseinsätzen mit der Feuerwehr gerufen wird oder Sanitätsdienst leistet. "Es ist der neue Allrounder", so Winsheimer.

Einen Zuschuss des Landes oder der Krankenkassen gab es für die Anschaffung nicht. Die Gemeinde Vörstetten hat 26 500 Euro beigesteuert, durch weitere Spenden von Privatpersonen, Firmen und Banken erhöhte sich die Spendensumme auf rund 30 000 Euro, für das DRK auch Ausdruck der Wertschätzung des Engagements. Der Ortsverein selbst hatte eigene Rücklagen gebildet, eine interne Arbeitsgruppe hatte sich intensiv mit der Ausschreibung befasst, und dies zusätzlich zu den Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. In den rund eineinhalb Jahren seit März 2020 sei von den Vörstetter DRK-Helfern mit rund 6500 Einsatzstunden in etwa das Achtfache eines normalen Jahresarbeitsaufkommens geleistet worden.

"Es gab so gut wie keine Aktion des Kreisverbandes, bei denen Mitglieder des Vörstetter DRK nicht dabei waren", betonte Jens Ruppenthal. Bei Testzentren, Testschulungen, bei der Teststelle an der Autobahn bei Neuenburg, beim Kreisimpfzentrum und auch bei den mobilen Impfteams waren Aktive dabei, so der stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter.

Daneben unterstützte das Vörstetter DRK auch die Gründung eines selbstständigen Ortsvereins in Reute, den es seit April 2021 gibt. "Wir hatten in unseren Reihen zahlreiche Mitglieder, die in Reute zuhause sind, und Einsätze fahren wir ganz selbstverständlich in der Nachbargemeinde", erklärte der Vorsitzende, Lars Brügner. "Wir sind auch als neuer, eigener Ortsverein weiterhin für die Vörstetter da", dankte Linda Konstanzer für das neue DRK in Reute für die Unterstützung bei der Gründung.

Dass gerade in der schwierigen Zeit das Jugendrotkreuz einen Aufschwung erlebt, eine zweite Gruppe gegründet werden musste, und dass trotz eingeschränkter Begegnungsmöglichkeiten das Wir-Gefühl im Ortsverein gestärkt wurde, ist für den stellvertretenden Bürgermeister Hansjörg Frey neben den enormen Einsatzzeiten Indiz für einen herausragenden DRK-Ortsverein.

Ehrungen:

5 Jahre: Timo Vogel, Isabell Böttcher; 10 Jahre: Lars Brügner; 20 Jahre: Patricia Joos, Jan Vossler, Adrian Geigenbauer; 25 Jahre: Jens Cornelis, Andrej Hog, Marc Winsheimer, Johannes Froß, Cornelius Winkler, Thomas Dormeier.

Quelle: Badische Zeitung vom 07.09.2021

Kontakt

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Ortsverein Vörstetten

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79279 Vörstetten

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