Einen Frontalzusammenstoß gab es am Mittwochabend auf der B 3 zwischen Denzlingen und Emmendingen-Wasser. Die Rettung der zwei Schwerverletzten war schwierig.

Bei dem Unfall, der sich auf Höhe des Reiterhofes Mack am 23.01. gegen 17.30 Uhr ereignete, waren laut der Feuerwehr Denzlingen drei Fahrzeuge verwickelt. Zwei sind frontal ineinander gestoßen - beide Fahrer wurden dabei schwerverletzt, so Stephan Konrad, Pressesprecher der Feuerwehr. Der dritte Fahrer blieb laut Konrad unverletzt. Die Feuerwehr musste die beiden Personen aus ihren Autos schneiden. "Die B3 war auf einer Strecke von 200 Metern mit Trümmerteilen übersäht", so Konrad weiter.

Stundenlange Sperrung der B3

Die B 3 war zwischen Denzlingen und Emmendingen im Feierabendverkehr in beide Fahrtrichtungen mehrere Stunden vollgesperrt. Die First Responder aus Vörstetten waren laut Konrad als erste am Unfallort und wurden später durch Dutzende Feuerwehrleute aus Denzlingen und Einsatzkräfte der Polizei unterstützt.

Zwei sogenannte Helfer vor Ort des DRK Vörstetten kamen sechs Minuten nach Eingang des Alarms durch die Leitstelle an der Unfallstelle an, berichtet Andrej Hog vom DRK Vörstetten. Sie mussten sich zunächst durch den Stau kämpfen, der sich bereits auf der B3 gebildet hatte. Eine Rettungsgasse war von den Autofahrern nicht gebildet worden. Die Helfer fanden zwei Schwerverletzte vor und betreuten diese zusammen mit zwei Sanitätern, die mit dem ersten Rettungswagen kamen. Jeweils zwei Helfer gelangten in zwei Wagen, um innen die Patienten zu versorgen, die später durch die Feuerwehr herausgeschnitten werden mussten. "So eine Rettung ist schwierig, da braucht man jede Hand", sagt Hog. Man wisse ja nie, was die Patienten genau haben.

Bus versperrt Notarzt den Weg

Ärgerlich sei gewesen, dass ein Notarzt aus Freiburg kommend nicht zügig zur Unfallstelle kommen konnte. Ein Bus hatte auf der Strecke zwischen der Auffahrt von Vörstetten und der Unfallstelle versucht, zu wenden und stand dann quer und hat die Fahrbahn blockiert. Laut Hog habe sich die Anfahrt des Notarztes dadurch verzögert.

Der Einsatz für die Denzlinger Feuerwehr gestaltete sich schwierig, da die Wehrleute zeitgleich die Verletzten aus ihren Autos schneiden mussten. Von einem Opel Corsa musste dafür erst eine Tür entfernt werden. Der in den Unfall verwickelte Audi musste mit einer Seilwinde von der Leitplanke weggezogen werden, um den Rettern überhaupt einen Zugang zu ermöglichen.

Hubschrauber konnte nicht kommen

Laut Hog wollte man einen Rettungshubschrauber anfordern. Der Freiburger sei aber nicht fähig, nachts zu fliegen, der aus Villingen-Schwenningen stand nicht zur Verfügung und der aus Basel konnte wetterbedingt nicht kommen. Die Patienten wurden dann in die Uniklinik Freiburg gefahren.

Die Feuerwehr Denzlingen reinigte im Anschluss die Unfallstelle von Trümmerteilen, Glasscherben und ausgelaufenen Betriebsstoffe. Der Einsatz für die Feuerwehr dauerte bis 20.50 Uhr. Sie war mit 23 Feuerwehrleuten, dem Kommandanten Martin Schlegel und sieben Fahrzeugen im Einsatz.

Die Helfer vor Ort waren im Einsatz

Vom DRK waren zwei Rettungswagen, zwei Notärzte, ein Krankentransportwagen und zwei Helfer vor Ort vom DRK Vörstetten im Einsatz. Diese werden von der Leitstelle alarmiert, weil sie häufig schneller vor Ort sind als ein Sanitäter, der etwa erst aus Emmendingen kommen muss, so erklärt Hog. Die Helfer vor Ort sind ehrenamtlich tätig, werden sie angepiepst gehen sie zum Rettungszentrum in Vörstetten und fahren von dort zur Unfallstelle – ähnlich wie die Feuerwehr.

Quelle: Badische Zeitung

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