Kürzlich übergab der Vörstetter DRK-Ortsverein der Gemeinde Vörstetten einen Defibrillator, der ab sofort zur Lebensrettung im Notfall in der Heinz Ritter-Halle bereitsteht. Damit setzt das DRK einen weiteren Baustein im Kampf gegen den plötzlichen Herztod um.

In Großstädten ist es vielerorts bereits Standard, dass an öffentlichen Plätzen oder Gebäuden mit hohem Publikumsverkehr nicht nur Feuerlöscher oder Verbandskästen, sondern auch Defibrillatoren öffentlich zugänglich sind. Seit Kurzem verfügt auch die Gemeinde Vörstetten über einen solchen Lebensretter, der im Foyer der Heinz Ritter-Halle angebracht wurde und somit bei Veranstaltungen in der Halle im Notfall sofort verfügbar ist.

„Der Automatische Externe Defibrillator (AED) kommt bei bestimmten Arten von Herz-Kreislauf-Stillständen zum Einsatz, bei denen nur durch Elektroschocks die Chance für eine Wiederbelebung besteht“, erklärt Dr. Jörg Hanusch. Hanusch ist Anästhesist und arbeitet als Oberarzt im Freiburger Josefskrankenhaus sowie als Notarzt am Boden und in der Luftrettung. Er wohnt in Vörstetten und engagiert sich ehrenamtlich als Vereinsarzt des DRK-OV Vörstetten. Hanusch unterstreicht die Wichtigkeit der schnellen Ersten Hilfe bei einem akuten Herz-Kreislauf-Stillstand: „Häufig wird ein Herzstillstand durch einen Herzinfarkt verursacht. Dann kommt es auf jede Sekunde an, denn bereits nach wenigen Minuten eines Herzstillstands erleidet das menschliche Gehirn unumkehrbare Schäden.“ Das wichtigste sei, dass Ersthelfer sich nicht scheuen und umgehend mit der Herzdruckmassage beginnen und einen Notruf absetzen. Wenn man auf den Notarzt warten würde, ohne Hilfsmaßnahmen durchzuführen, hätte der Patient kaum eine realistische Überlebenschance. Der neue AED unterstützt den Ersthelfer bei den lebensrettenden Maßnahmen. „Der AED leitet die Wiederbelebung durch Sprachanweisungen an und kann die Herztätigkeit des Patienten analysieren und bei Bedarf einen Elektroschock abgeben“, so Hanusch.

„Mit dem zusätzlichen Defibrillator setzen wir einen weiteren Baustein unserer Strategie um, die Überlebensrate bei einem plötzlich auftretenden Herzstillstand zu erhöhen und gegen den plötzlichen Herztod zu kämpfen“, erläutert Andrej Hog vom DRK. So bildet das Vörstetter DRK mit regelmäßigen Kurs- und Vortragsangeboten Mitbürger in Erster Hilfe fort und das DRK betreibt seit bereits 16 Jahren eine „Helfer vor Ort-Gruppe“, die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bereitsteht, um bei Notfällen schnellstmögliche Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Sie werden durch die Leitstelle in Emmendingen immer dann alarmiert, wenn das Eintreffen der Vörstetter DRK-Einsatzkräfte vor dem Rettungsdienst und Notarzt notwendig bzw. lebensrettend erscheint. „Unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte werden durchschnittlich alle 1-2 Wochen zu einem Notfalleinsatz alarmiert, zuletzt waren drei Einsatzkräfte am Sonntagabend mehrere Stunden bei einem medizinischen Notfall im Einsatz“, sagt Hog weiter.

Bürgermeisterstellvertreter Dr. Thomas Schonhardt zeigte sich bei der Übergabe des Defibrillators erfreut. Er hält den zukünftigen Standort in der Heinz Ritter-Halle für sinnvoll, da dort regelmäßig größere Menschenansammlungen stattfinden und somit auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit für einen plötzlich auftretenden Notfall besteht. Schonhardt dankte dem DRK für die Spende und das große ehrenamtliche Engagement: „Die Vörstetter Bevölkerung kann wirklich froh sein, einen so aktiven und hervorragend ausgebildeten DRK-Ortsverein zu haben.“

Das DRK will im nächsten Schritt gemeinsam mit der Gemeinde auf die Hallennutzer und die Vereine zugehen, um weitere Ersthelfer zu qualifizieren und in den Umgang mit dem AED einzuweisen. Der Kampf gegen den plötzlichen Herztod geht damit weiter.

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Vörstetten

Breisacher Straße 8
79279 Vörstetten

Tel. (07666) 940012

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!