Gegen 16 Uhr wurde am Samstag dichter Rauch im VfR-Vereinshaus gemeldet. Insgesamt 25 Feuerwehrleute und zehn Rotkreuzler rückten an, um ihre Fähigkeiten und ihr Können zu erproben. Zahlreiche interessierte Bürger kamen, um das folgende Schauspiel aus nächster Nähe anzusehen.
Im Nebengebäude des VfR-Clubheims fand eine private Veranstaltung im oberen Stockwerk statt. Die Jugendlichen feierten ausgelassen. Niemand merkte, dass die Kerze umfiel und die Tischdecke Feuer fing. Rasch entwickelte sich ein Brand, der sich im ganzen Stockwerk ausbreitete, so das Szenario für die Übung. Zuerst versuchten die Jugendlichen noch, das Feuer zu löschen. Vergebens: Innerhalb kürzester Zeit waren sie vom Rauch eingeschlossen. Aufmerksame Nachbarn bemerkten den Rauch und alarmierten die Feuerwehr.


Einige Minuten nach der Alarmierung kam das erste große Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht und Einsatzsignal angerückt. Brandbekämpfung und Menschenrettung standen auf dem Plan. Nach und nach verschaffte sich der Einsatzleiter Sascha Seckinger einen Überblick über die Lage: Rauch im Gebäude, drei Personen sind noch vermisst. Die Feuerwehr war unter Atemschutz aufgefordert, die Verletzten so schnell wie möglich zu bergen. Zwei Verletzte konnten sie sicher über die Treppe retten. Ein Drucklüfter sorgte in Sekundenschnelle für freie Sicht. Der dritte Verletzte wurde im hinteren Bereich des Stockwerks gefunden und musste über das Fenster über eine Leiter ins Freie gebracht werden. Dort wo die Feuerwehr ins Gebäude ging, standen zwei Helfer des Roten Kreuzes (DRK) bereit.

Das Vorgehen seiner Kameraden und des ebenfalls verständigten DRK-Rettungsdienstes erklärte Kommandant Benjamin Sacharek detailliert per Mikrofon. So erfuhren die Zuschauer, dass man in einem derart verqualmten Raum sehr schnell die Orientierung verlieren kann. Schritt für Schritt erläuterte Sacharek die zügige und effektive Rettung der Jugendlichen.

In den Händen der DRKler wurden die verletzten Jugendlichen versorgt. Ein Jugendlicher blutete stark am Kopf, es bestand der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung. Mit der angelegten Halskrause wurde sein Kopf stabilisiert. Der Zweite war gestürzt und hatte eine offene Unterarmfraktur – der Arm wurde verbunden und geschient. Nachdem der dritte Jugendliche auf sicherem Boden stand, wurde er ohnmächtig. Die Rettungskräfte legten ihn sofort in eine stabile Seitenlage. Für alle drei verordnete Einsatzleiter Marc Winsheimer hochdosierten Sauerstoff und eine engmaschige Überprüfung der lebenswichtigen Funktionen. "Im Ernstfall wären wesentlich mehr Rettungskräfte und ein Notarzt anwesend", erläuterte Bereitschaftsleiter Sebastian Lang, der die Schritte seiner Kameraden überwachte. Nach knapp 30 Minuten hatten die Einsatzkräfte alle Aufgaben abgearbeitet und dabei gezeigt, was sie können. Während sich die Zuschauer auf den Nachhauseweg machten, gingen die Feuerwehrleute bereits zu einer ersten Besprechung des Einsatzes über. Bürgermeister Lars Brügner zog am Ende ein positives Fazit: "Die Verletzten sind schnell und sicher gerettet worden und die Zusammenarbeit von Feuerwehr und DRK klappt sehr gut." Er lobte das Engagement der Ehrenamtlichen, die sich für das Wohl der Bürger von Vörstetten immer wieder einsetzen. Zudem freute er sich, dass so viele Zuschauer Interesse an der Übung zeigten.

Quelle: Badische Zeitung

 

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